Ein Orchester der Aromen – die Philosophie unserer Weinbegleitung
Es gibt Gerichte, die sprechen für sich. Einige tun das laut, mit kräftigen Aromen, deutlichen Kontrasten, klarer Ansage. Andere eher leise: subtil gewürzt, fein austariert, auf das Wesentliche reduziert. Und dann gibt es Weine, die genau den Ton treffen, den diese Gerichte vorgeben, ohne dabei zu drängen oder zu stören. Wenn beides zusammenkommt, entsteht eine Harmonie, die nicht inszeniert wirkt, sondern selbstverständlich. So wie ein gut abgestimmter Akkord: nicht immer spektakulär, aber stimmig – und somit ein Genuss für alle Sinne.
Gute Weinbegleitung funktioniert also wie Musik. Im Occhio d’Oro steht genau dieses Zusammenspiel im Fokus. Unser Küchenchef Andreas und Assistant-Sommelier Stjepan verstehen Speisen und Wein nicht als zwei getrennte Disziplinen, eher als gleichwertig wichtige Elemente derselben Symphonie. Zentrale Frage: Welcher Wein bringt die Pasta, den Fisch oder das Fleisch zum Leuchten?
„Ein guter Wein ist keine Wiederholung, sondern eine zweite Stimme“, erklärt Stjepan. „Er darf fordern, widersprechen, betonen, solange er die Richtung versteht.“
Genau darin liegt die Kunst des Zusammenspiels: Balance, Leichtigkeit und das Selbstverständnis, dass einen Wein strahlen lässt.
Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie dieser Ansatz im Occhio d’Oro in die toskanische Küche übersetzt wird.
Wein zu Pasta: Strozzapreti mit Salsiccia & the one and only Chianti
Hausgemachte Strozzapreti, eine würzige Salsiccia, Tomaten und etwas Schärfe - ein Gericht mit Gewicht, aber auch mit Struktur. Es verlangt nach einem Wein, der Haltung zeigt, ohne sich in den Vordergrund zu spielen.
Der perfekte Begleiter: ein Chianti
Sangiovese pur
- feine Säure
- rote, klare Frucht
- griffige Tannine
„Chianti bringt Ordnung in die Aromen“, so Stjepan. „Er hält die Schärfe im Zaum, nimmt die Würze der Wurst ernst und sorgt dafür, dass alles zu einer Einheit wird.“
Wein zu Pulpo: Gegrillt, mit Kirschtomaten und von Vermentino getragen

Der gegrillte Pulpo liefert Röstaromen, Textur und mediterrane Wärme.Die Kirschtomaten sorgen für Süße und Säure. Jetzt braucht es nur noch einen Wein, der Frische und Mineralität bringt - ohne die Balance ins Wanken zu bringen.
Der unverzichtbare Partner: ein Vermentino
- salzige Mineralien
- fruchtige Zitrusnoten und kühle Präzision
- feinste Kräuteraromen
„Vermentino schmeckt nach Meer, ohne zu maritim zu wirken“, meint Stjepan. „Er bringt frischen Wind ins Gericht. Nicht als Brise von außen, sondern mit Stärke von innen heraus.“
Weinbegleitung zu Fleisch: Ossobuco mit Gremolata und Le Volte
Das geschmorte Ossobuco liefert Tiefe, Kollagen und dieses ikonische Gefühl im Mund. Die Gremolata setzt helle Zitrus- und Kräuterakzente obenauf. Jetzt braucht es einen Rotwein, der beides zusammenführt, ohne zu beschweren.
Der ideale Wein: Ein Le Volte
- dunkle Kirsche und Pflaume aus der Toskana
- feinkörnige Tannine
- frische Säure
- elegante Textur
Le Volte verbindet Tiefe und Leichtigkeit und ist somit ein Wein, der umarmt: Er erdet die Wucht des Ossobuco und hält die Balance bis zum letzten Bissen.
Mehr als eine Begleitung – Wein als zweite Stimme im Restaurant
Für Andreas Hoffmann ist der Wein zum Essen niemals nur ein Anhängsel, stattdessen Teil der Komposition. „Ein passend gewählter Wein verändert nicht das Gericht - er verändert die Art, wie man es isst.”
Eine gute Weinbegleitung im Restaurant lenkt, unterstützt, beruhigt, betont und öffnet Türen zu Aromen, die allein nicht schmeckbar wären. Und das ist der Punkt: “Wein soll nichts dominieren, nichts verbiegen, es soll das Wesentliche hörbar machen“, sagt Stjepan Kubala.
Genau so interpretieren wir die toskanische Art des Wine Pairing im Occhio d’Oro.
Jetzt die toskanische Weinbegleitung erleben
Erleben Sie Wine Pairing the Tuscan Way mit Blick über Frankfurt und genießen Sie Ihr Gericht in der Kombination mit dem perfekt abgestimmten Wein, den es verdient.





