„Toskana“: das klingt nach Sonne, wunderschönen historischen Städten, nach blauem Meer, Olivenhainen und großartigem Essen. Als eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen Italiens hat sie nicht nur landschaftlich und kulturell einiges zu bieten. Auch die toskanische Küche ist ganz besonders. Schon mal ein Gericht der mittelitalienischen cucina povera probiert?
Was ist cucina povera?
Wenn wir heute an italienische Küche denken, kommen uns oft Pizza, Pasta und Risotto in den Sinn. Doch hinter vielen Klassikern steckt eine tief verwurzelte Tradition: Die cucina povera, was übersetzt nichts anderes als „arme Küche“ bedeutet, basiert auf einfachen Grundprodukten, mit denen sich schmackhafte Gerichte zubereiten lassen. Eine Esskultur, die aus wenigen Zutaten Köstliches zaubert.
Die Gerichte der Bevölkerung waren einfach, aber nahrhaft. Sie sollten lange satt machen und genug Energie für körperlich harte Arbeit liefern. Typische Methoden waren langsames Schmoren oder Eintopfgerichte, die sich auch über dem offenen Feuer kochen ließen. Beliebt war das Prinzip „arme Zutaten, reicher Geschmack“: Ein Stück Pancetta oder Käserinde genügte, um einer ganzen Suppe Tiefe zu verleihen.
Im Occhio d’Oro in Frankfurt am Main lässt unser Küchenchef Andreas Hoffmann (hier gibt es übrigens ein Interview mit ihm) die toskanische Variante der cucina povera hochleben und konzentriert sich auf ihre Einfachheit, Produktnähe und Tiefe. Modern interpretiert, manchmal mit japanischen Elementen versetzt. Aber immer klar im Geschmack.
Typische Zutaten der toskanischen Küche
Die cucina povera setzt auf wenige, aber prägnante Zutaten. Charakteristisch sind:
- Olivenöl von höchster Qualität
- ungesalzenes Brot (Pane Toscano)
- Bohnen, Tomaten und Zwiebeln
- Wild
- Kräuter wie Salbei und Rosmarin
- Schafs- oder Ziegenkäse
- Baccalà
In Küstennähe greift man gerne auf Fisch und Meeresfrüchte zurück, dazu noch ein Glas Wein und gute Gesellschaft – perfetto.
Moderne Interpretation der cucina povera im Occhio d’Oro
Andreas, Chefkoch im Occhio d’Oro, ist vor allem davon begeistert, „wie puristisch die toskanische Küche ist. Das Produkt steht im Vordergrund, weniger ist oft mehr. Klassische Rezepte wie Ribollita, Pappa al pomodoro oder auch Bistecca alla fiorentina inspirieren mich. Für unsere saisonale Karte im Occhio d’Oro sammle ich Ideen, Geschmäcker und Kombinationen, die die Toskana ausmachen. Für mich ist es wichtig, die authentische Küche nicht nachzuahmen, sondern sie zu feiern und modern zu interpretieren.“
Die beliebtesten Gerichte der Cucina Povera
- Pane Toscano – DAS salzlose Toskanabrot ist Basis vieler anderer Gerichte
- Pappa al Pomodoro – die einfache Brotsuppe mit Tomaten ist in 20 Minuten zubereitet
- Crostini toscani – ein bodenständiges Antipasti-Gericht mit Hühnerpastete
- Bistecca alla fiorentina – das Riesensteak mit dem Knochen drin
- Strozzapreti con Salsiccia – Andreas’ Lieblingsnudeln mit italienischer Rohwurst
- Tagliatelle al Ragù di Cinghiale - zarte Bandnudeln mit Wildschweinragù, ein Fest
- Cantuccini – die härtesten Kekse der Welt (und die besten!)
Tauchen Sie im Occhio d’Oro in die Welt der cucina povera ein und entdecken Sie die Schlichtheit und Raffinesse der toskanischen Küche.