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Ein Stück Kultur, ein kleines Ritual zum Digestiv und ein kulinarischer Gruß aus einer Landschaft voller Sonne und Olivenhaine: Cantuccini, auch Biscotti di Prato genannt, sind weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt. Wer die italienischen Mandelkekse einmal probiert hat, vergisst den Moment nicht: das Knacken beim ersten Biss, die zarte Mandelnote, und – wenn man es wie die Italiener:innen macht – das sanfte Bad im Dessertwein Vin Santo.
Wer mit italienischem Insiderwissen glänzen möchte, findet hier spannende Facts zu den härtesten Keksen der Welt. Wer nur das Cantuccini-Rezept sucht, um die italienischen Kekse zu Kaffee und Vino Santo selberzumachen:
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Keksiger Exportschlager mit langer Geschichte
Wie so viele Klassiker der italienischen Küche, haben auch die Cantuccini eine lange Tradition. Ihre Spur führt nach Prato, eine Stadt in der Toskana, die schon seit Jahrhunderten für ihr feines Mandelgebäck bekannt ist. Die ältesten Rezepte gehen ins 16. Jahrhundert zurück.
Damals waren die harten Kekse nicht nur ein Genuss, sondern auch praktisch: Durch das doppelte Backen hielten sie sich lange – ein Vorteil in Zeiten ohne Kühlschrank. So wurden sie bald zum treuen Begleiter von Reisenden, Händler:innen und natürlich von feiernden Familien.
Heute sind Cantuccini ein echter Exportschlager, mehr als die Hälfte der produzierten 3.500 Tonnen werden pro Jahr ins Ausland geliefert. Doch am authentischsten schmecken sie immer noch in einer toskanischen Osteria, wo sie nach einem üppigen Essen in einer kleinen Schale auf den Tisch kommen – selbstverständlich in Begleitung eines Glases Vin Santo.
Genuss auf Italienisch: Cantuccini & Vin Santo
Hier liegt der Zauber in der Kombination: Cantuccini pur sind knusprig und manchmal fast zu hart für empfindliche Zähne. Die Italiener wissen Rat – sie tunken die Biscotti in Vin Santo, einen bernsteinfarbenen Dessertwein aus getrockneten Trauben. Sein süßes, samtiges Aroma umschmeichelt die trockenen Kekse, die sich vollsaugen und dann im Mund zart schmelzen.
Man sagt in der Toskana: „Chi non bagna, non gode“ – wer nicht tunkt, der genießt nicht. Es ist ein kleines Ritual, das einen Abend krönt, so schlicht und doch so charmant wie die italienische Lebensart selbst.
Cantuccini & Kaffee – eine Liebe über Grenzen hinweg
Auch wenn der klassische Begleiter in Italien der Vin Santo ist, haben Cantuccini längst ihren Platz an und in den Kaffeetassen der Welt gefunden. In vielen Cafés, auch hierzulande, liegt neben dem Espresso ein kleines Cantuccino – als charmante Begleitung zum kräftigen Kaffeearoma.
Der intensive Röstgeschmack des Espressos harmoniert wunderbar mit der Mandel und der leichten Süße der Kekse. Ein Cappuccino oder Latte Macchiato macht sie weicher und cremiger, fast wie ein kleiner Nachtisch im Alltag.
Wer also keinen Dessertwein im Haus hat: Ein guter Espresso und ein Cantuccino – und schon fühlt man sich wie in einer italienischen Bar am Piazza in Prato oder Florenz.
Rezept: Cantuccini selbst backen
Probieren Sie das klassische Cantuccini Rezept von „a modo mio“ – einfach nachzubacken und perfektfür 2 Bleche der italienischen Mandelkekse:
Das sind die Zutaten:
360 g Kristallzucker
2 Eier
½ TL Natron
530 g Dinkelmehl oder Weizenmehl
220 g Mandeln ungeschält
60 g Butter weich
2 EL Rum oder Marsala-Likör
Schale Orangen 2 Stück, gerieben und unbehandelt
1 Prise Salz
1 bis 2 Eigelb - optional
Zubereitung der Cantuccini:
Alle Zutaten früh genug bereitstellen, damit sie Zimmertemperatur haben.
Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker und dem Salz vermischen (nicht aufschlagen). Das Mehl in eine zweite Schüssel fein sieben und mit dem Natron gut vermischen. Die Eiermischung, die Butter in Flocken, die geriebenen Orangenschalen sowie den Likör zum Mehl dazugeben, grob mit einer Hand mischen und dann auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verarbeiten.
Die Mandeln darunter kneten und den Teig in vier gleich große Stücke schneiden. Nun aus jedem Stück eine lange runde Rolle formen.
Das Backblech mit Backpapier auslegen und jeweils zwei der vier Rollen auf ein Blech legen. Eigelb mit wenig Wasser verquirlen und mit einem Pinsel die Rollen damit bestreichen. Am besten lässt sich die Masse formen und verschieben, indem man einen leicht angefeuchteten Spachtel verwendet. So bleibt die Masse nicht kleben und man kann sie mühelos in die richtige Form bringen.
Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene auf 200°C Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen lassen. Die Rollen herausnehmen, etwas abkühlen lassen, dann schräg in etwa 1,5-2 cm dicke Scheiben schneiden. Das Mandelgebäck erneut auf das Backblech legen und nochmals bei 160°C 18 Minuten backen. Die Cantuccini gut auskühlen lassen und in geschlossenen Blechdosen aufbewahren.
FAQ: Noch mehr Hintergrundwissen zu Cantucci
Was ist der Unterschied zwischen Cantuccini und Biscotti?
Biscotti ist der italienische Oberbegriff für doppelt gebackene Kekse. Cantuccini sind die bekannteste Variante aus Prato mit Mandeln.
Warum sind Cantuccini so hart?
Durch das doppelte Backen verlieren die Kekse Feuchtigkeit und werden knusprig – so bleiben sie lange haltbar.
Kann man Cantucci auch ohne Mandeln backen?
Wer keine Mandeln verträgt oder mag, kann sie durch Nüsse wie Haselnüsse oder Walnüsse ersetzen. Auch mit Korinthen oder getrocknete Feigen können die Kekse verfeinert werden. Das sind leckere Alternativen, jedoch keine echten Cantuccini. ;)
Kann man Cantuccini auch ohne Alkohol zubereiten?
Ja, der Likör könnte durch Orangensaft ersetzt werden.
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